Rezension 7 Wonders

"Leiten Sie die Regierungsgeschäfte einer der sieben großen Städte der antiken Welt. Nutzen Sie die Ressourcen Ihrer Ländereien, unterstützen Sie den Fortschritt, bauen Sie Handelsbeziehungen auf und sichern Sie lhre militärische Vorherrschaft.

Hinterlassen Sie Ihre Spur in der Geschichte der Zivilisationen, indem Sie ein architektonisches Wunderwerk errichten, dessen Bedeutung weit in die Zukunft reichen wird."

Besser könnte ich das Spiel in einem Satz nicht zusammenfassen, als dieser erste Satz in der Regel. Das Spielmaterial besteht aus Münzen im Wert von 1 und Münzen im Wert von 3. Es gibt, wie der Name schon sagt, 7 Weltwunder-Spielpläne. Als Erweiterung gibt es einen 8. Weltwunder-Spielplan, der jetzt auch von der Repos Production Webseite heruntergeladen werden kann (Link zur Repos Production Homepage).

Jeder Weltwunder-Spielplan hat eine A und eine B Seite. Die beiden Seiten unterscheiden sich in den Möglichkeiten, die man erhält, wenn man eine Stufe eines Weltwunders baut. Es gibt Wunder mit zwei, drei oder vier Baustufen. Dann gibt es noch Karten: Rohstoffe (braune Karten), Manufakturkarten (graue Karten), Profanbau (also Siegpunktkarten, blau), Forschungsgebäude (grüne Karten), Handelsgebäude (gelbe Karten), Militärgebäude (rote Karten), Gilden (violette Karten) und Weltwunderkarten, sowie zwei Karten für das Zwei-Personen-Spiel. Dann gibt es noch die Konfliktmarker und zum guten Schluß einen Wertungsblock, was ich persönlich immer sehr schön finde, wenn ein Verlag auch solche Dinge mit in ein Spiel packt. Aber das nur am Rande.

Zum Spielablauf: Mit den Weltwunderkarten kann man den einzelnen Spielern einen Weltwunder-Spielplan zulosen, oder aber jeder sucht sich einen Plan aus. Auf den Spielplänen ist das Wunder schön illustriert und am unteren Rand befinden sich die Plätze für die einzelnen Bauabschnitte und am oberen linken Rand ist ein Rohstoff oder ein Manufakturprodukt abgebildet.

Ausserdem erhält jeder Spieler Münzen im Wert von 3.

Das Spiel geht über drei Zeitalter. In jedem Zeitalter werden sechs Runden gespielt. Die Karten sind markiert, ob man sie bei drei oder mehr Spielern, vier oder mehr Spielern usw. benötigt. In jedem Zeitalter sind immer soviele Karten im Spiel, dass immer jeder Spieler 7 Karten bekommt, egal wie viele Spieler mitspielen. So, nun beginnt das Spiel, indem jeder eine seiner Handkarten aussucht und verdeckt vor sich ablegt und die anderen Karten an seinen Nachbarn weitergibt, die Karten bleiben aber erst noch verdeckt auf dem Tisch liegen. Im ersten Zeitalter werden die Karten immer im Uhrzeigersinn weitergegeben,im zweiten Zeitalter gegen den Uhrzeigersinn und im dritten Zeitalter wieder im Uhrzeigersinn.

Dann werden die Karten eingesetzt. Wenn ich an meinem Wunder bauen möchte, also eine Baustufe fertigstellen möchte, drehe ich die Karte nicht um, sondern lege sie unten an den entsprechenden Bauplatz an. Nachdem ich die Baustufe fertiggestellt habe, habe ich auch den Vorteil dieser Baustufe. 

So erhält man beispielsweise bei der großen Pyramide von Gizeh (ein Wunder mit drei Baustufen) auf der A-Seite je Baustufe Siegpunkte am Spielende und zwar 3, dann 5 und in der letzten Baustufe 7 Punkte.

Da die Karte verdeckt gespielt wird, weiss niemand meiner Mitspieler, was ich für eine Karte für die Baustufe genutzt habe. Ich muss die Baustufe noch bezahlen, aber das erkläre ich gleich, denn ich kann die auch Karte umdrehen und das Gebäude darauf bauen. Die dritte und letzte Möglichkeit ist, ich lege die Karte verdeckt auf den Ablagestapel und nehme mir Münzen im Wert von 3.

Wie bezahle ich jetzt eine Karte oder die Baustufe, die ich errichten möchte? Auf den Baustufen und auf den Karten sind die Kosten oben links auf der Karte angegeben. Diese Rohstoffe oder/und Manufakturerzeugnisse muss ich besitzen. Ich brauche also nichts abzugeben. wenn ich ein oder mehrere Rohstoffe oder/und Manufakturerzeugnisse nicht besitze kann ich sie mir kaufen,aber nur bei meinen Nachbarn, die direkt links und rechts neben mir sitzen. Das ich ihnen was abkaufe, hat keinen Nachteil für sie, da sie die Rohstoffe auch selber noch nutzen können. Sie bekommen von mir aber Münzen im Wert von 2 von mir für jede Ressource, die ich Ihnen abkaufe. Natürlich kann ich jede Ressource nur einmal kaufen. Benötige ich also z. B. zwei Steine, die ich selber nicht habe, muss ein Nachbar von mir zwei Karten mit einem Stein haben, oder eine Karte mit zwei Steinen oder jeder Nachbar hat eine Karte mit einem Stein. Mein Nachbar kann sich gegen den Kauf auch nicht wehren. Warum sollte er auch? Er profitiert ja nur davon und hat keinen Verlust. Es gibt allerdings Handeslgebäude, die es mir erlauben, Ressourcen für nur eine Münze zu kaufen. Warum sollte ich aber Karten verdeckt ablegen, um Geld zu bekommen? Nun, es kann passieren, dass man kein mehr Geld hat. Oder aber man hat eine Karte behalten, weil sie der Nachbar nicht kriegen soll. Ich selber habe aber die gleiche Karte schon gespielt (z.B eine Taverne, die einem sofort Münzen im Wertt von 5 verschafft). Da ich dieselbe Karte aber immer nur einmal spielen darf, muss ich sie jetzt halt ablegen und mir Münzen im Wert von 3 aus der Kasse nehmen. Andererseits haben manche Karten unten rechts den Namen einer anderen Karte stehen.Wenn ich diese andere Karte später in der Hand habe und ausspiele, darf ich sie kostenlos bauen. Nachdem alle Spieler ihre Karten gespielt haben, nimmt man die Karten, die man von seinem Nachbarn bekommen hat auf und sucht sich daraus eine aus, die man spielen möchte und legt die Karten wieder verdeckt neben seinen Nachbarn. Die sechste Runde unterscheidet sich darin, dass jeder Spieler ja noch zwei Karten auf der Hand hat. Er sucht sich eine Karte aus und legt die andere verdeckt auf den Ablagestapel. Dann werden noch die militärischen Konfrontationen ausgetragen, d.h. es werden die Schilde auf den roten Militärkarten gezählt und mit den Schilden der beiden Nachbarn verglichen (ich führe sozusagen zwei Kämpfe aus). Wenn ich mehr Schilde habe als mein Nachbar, bekomme ich im ersten Zeitalter einen Siegpunkt, im zweiten Zeitalter drei Siegpunkte und im dritten Zeitalter fünf Siegpunkte. Die Siegpunktmarker lege ich auf meinen Weltwunder-Spielplan. Wenn ich weniger Schilde habe als mein Nachbar, bekomme ich einen Niedelage-Marker, d.h. einen Siegpunkt abgezogen. Der Niederlage-Marker ist in jedem Zeitalter immer nur ein Minuspunkt. Bei Gleichstand bekommt niemand eine Marker. Da ich meine beiden Nachbarn separat betrachten muss, kann ich also keinen  oder einen oder zwei Marker bekommen. Das zweite Zeitalter wird genauso gespielt, wie das Erste, nur das halt die Karten in die andere Richtung weitergegeben werden. Im dritten Zeitalter werden je nach Spieleranzahl 5 bis 9 Gilden ins Kartendeck eingemischt. Daraus ergibt sich wieder, das jeder Spieler 7 Karten erhält. Nach dem dritten Zeitalter wird abgerechnet.

1. Man berechnet die Punkte, die man durch die militärischen Konfrontationen bekommen hat.

2. Jeweils drei Münzen sind ein Siegpunkt.

3. Wenn man sein Weltwunder ganz oder teilweise gebaut hat und die fertiggestellten Baustufen geben Siegpunkte, werden diese zusammengerechnet.

4. Siegpunkte durch die blauen Profankarten.

5. Siegpunkte durch die grünen Forschungsgebäude. Die Forschungsgebäude haben ein Symbol aufgedruckt. Es gibt drei verschiedene Symbole. Man bekommt für jedes Set aus allen drei Symbolen 7 Punkte, dann werden die einzelnen Karten mit demselben Symbol betrachtet: Man zählt die Anzahl Karten, die man von einem Symbol hat und multipliziert diese Anzahl mit sich selber. Das sind die Siegpunkte für dieses Symbol. Das wird natürlich für jedes Symbol durchgeführt. Hat man kein Set aus drei verschiedenen Karten, bekommt man halt nur die von den Symbolen, die man hat.

6. Dann bekommt man Punkte von den Handelsgebäuden, z. B.für jede braune Karte, die ich vor mir liegen habe, bekomme ich einen Siegpunkt.

7. Als letztes bekommt man noch Punkte für die Gilden, die man vor sich liegen hat, z.B. für die Gilde der Händler bekommt man einen Punkt für jede gelbe Karte, die die Nachbarn links und rechts vor sich liegen haben.

 

 

Wer die meisten Punkte hat, hat gewonnen.

Auf der Spieleschachtel steht als Spielerzahl 3-7. Aber es gibt auch eine Expertenvariante für 2 Spieler.

Bei zwei Spielern spielt ein imaginärer Spieler mit (die "Freie Stadt"). Die Karten werden ausgeteilt wie bei einem 3-Personen-Spiel. Einer der beiden Spieler bekommt die Karte "Freie Stadt" und die Karte "Grenze" wird zwischen die beiden Spieler gelegt. Der Spieler, der die Karte "Freie Stadt hat, zieht eine Karte von dem Stapel der "Freien Stadt". Er sucht jetzt zwei Karten aus. Eine für die "Freie Stadt", die muss er zuerst verdeckt hinlegen, dann eine für sich. Der andere Spieler sucht nur eine für sich aus. Dann wird normal weitergespielt. Es gibt noch ein paar kleine Sonderregeln bezüglich des Rohstoffkaufes, so kann ich die Rohstoffe, die die "Freie Stadt" benötigt auch bei mit kaufen, wenn ich die "Freie Stadt" spiele, auch wenn die Ressourcen bei meinem Mitspieler billiger wäre. Nur wenn die "Freie Stadt" kostenlos bauen kann, muss ich es tun. Die restlichen Karten legen die beiden Spieler an die Grenze. Der Stapel der "Freien Stadt" wird nicht weitergegeben. Die nächste Runde wechselt die Kontrolle über die "Freie Stadt" an den anderen Spieler.

Fazit: 7 Wonders ist ein sehr gelungenes, schnell erlernbares Spiel, bei dem keine Langeweile aufkommt. Da man immer mitten im Spielgeschehen ist und man immer überlegen muss, was man tun soll, welche Karte behalte ich, gönne ich meinem Nachbarn eine bestimmte Karte oder nicht. Man steckt die ganze Zeit in einem Dilemma. Und das ist das Schöne an dem Spiel. Und mit seiner überschaubaren Spielzeit ist eine sofortige Revanche drin.

 

Wir haben das Spiel bis jetzt zu zweit und in einer Viererrunde gespielt. Zu Viert (und wohl auch mit mehr Spielern) ist es ein hervorragendes Spiel. Zu zweit ist es etwas anstrengender, da man ja jede zweite Runde für zwei Spielen muss (für sich und die "Freie Stadt"). Aber die Variante funktioniert. Man sollte aber, wie in der Regel beschrieben, das Spiel vorher mit mindestens drei Personen gespielt haben.

 

Unsere Note nach unserem Bertungssystem: 1

 

Bilder haben wir zu dem Spiel leider noch keine gemacht. Aber schaut Euch doch die Bilder auf der Verlagsseite an: Verlagsbilder

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Nachruf! 02.12.2011